Grenzgang in Rohrbach 08.10.2017


Zum Grenzgang hat der Ortsbeirat eingeladen.

Trotz nicht so optimalem Wetter haben sich rd. 80 Rohrbacher eingefunden. Deutlich mehr als erwartet. Super.

Der Ortsvorsteher Wolfgang Schlösser begrüßt die Grenzgänger.

Die fachkundige Leitung übernimmt wie immer Förster a.D. Karl-Wilhelm Döring.

Ein paar Informationen vorab, die übrigen gibt es unterwegs.

Wegbeschreibung:
Brunnenstr., verlängerte Wiesenstr., Kreisstr. 133 überqueren, entlang der Hegbach, Gemarkungsgrenze Nieder-/Ober-Modau, asphaltierter Feldweg durch die „Grandes semailles“ zum Forstort „Weichkopf“, vorbei am Rohrbacher Wasserhochbehälter, entlang der Gemarkungsgrenze Asbach zum Löffelteich, durch den Wiesengrund an der „Weich“, über die Gartenschneise zum Holzlagerplatz an der Gemarkungsgrenze Rohrbach/Asbach. Hier Imbisspause.
Danach wird die Landesstr. 3106 überquert, die Gemarkungsgrenze Rodau kurz gestreift und von dem früheren Standort der „Bismarckeiche“ geht es über den Wanderweg "Im Neuen Schlag“ zum Sportheim.

Skizze siehe am Ende.

Los geht's

An der Brunnenstrasse gibt es den ersten Info-Stop.

Herr Döring erläutert den Ursprung des Namens für die Brunnenstraße:

Dort gab es vor der modernen Wasserleitung mal einen Brunnen zur Versorgung mit Trinkwasser.

Ja, es gab kleiner Umwege wegen der Pfützen.
Der nächste Stop am Hegbach

Und immer wieder gibt es von Herrn Döring Informationen zur Pflanzenwelt.
Hier zum Pfaffenhütchen.

Wie schon von Herrn Döring gesagt, kommt der Name von einer Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Hier ein Vergleich:


die richtige Bezeichnung der Kopfbedeckung ist "Birett".
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sind Geistliche nicht mehr verpflichtet, ein Birett zu tragen.
Bei den Protestanten gibt es das "Barett", sieht allerdings ganz anders aus.

Die umstehenden Bäume werden identifiziert.
Das interessiert die Kleinen eher weniger, was eigentlich schade ist aber Jens macht ein Parallelprogramm für sie.
Wir kommen wieder bei den thomaschen Schnitzereien vorbei.
Rohrbach in weiter Ferne.

über die "Grande Semailles"

In der Wanderkarte "Naturpark-Bergstraße-Odenwald" steht dazu:

Als die Waldenser, die vorher in den engen, tief eingeschnittenen Alpentälern gewohnt hatten und nur mühevoll ihre kleinen Bergfelder bestellen konnten, nach Rohrbach kamen und die weiten Felder erblickten, bezeichneten sie diese als "Grande Semailles", grosse Felder oder ertragreiche Ernten.

Der Übersetzte "leo" im Internet und Langenscheid übersetzen das mit "Große Saaten".

es gibt viel zu sehen:
grosse Landschaften ..
kleine Pilze...
und den Rohrbacher Hochbehälter mit einer Kapazität von 300m3
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Oberhalb von Asbach geht es ein Stück quer durch den Wald am Weichkopf vorbei.
Die Löffelteiche

Vor uns öffnet sich der Wald zum, laut Herrn Döring "Wiesengrund an der Weich"

In den Karten heisst es "Donnerbockwiesen"

Und hier überqueren wir den "Bach zu den Donnerbockwiesen"
Einige habe es schon geschafft.
Noch ein kleines Stück mit Anstieg durch den Wald und dann haben wir den ersten Teil geschafft.
Am Rastplatz sorgt der SVR in Personen Wendy und Lisa für Essen und Trinken und der erste Vorsitzende passt auf, ob die Damen alles richtig machen.
Es gibt ein abwechslungsreiches Angebot was wohl offensichtlich gut ankommt.
Ein Blick am Holzlagerplatz in die andere Richtung zeigt schöne Lichtverhältnisse.
Hier befinden wir uns an der Bismarkeiche, die allerdings nur noch als Baumstumpf existiert.
Eine jüngere Eiche nebenan dient als Ersatz.
In diesem Bereich gibt es viele schön gewachsene Buchen.
und schöne Kopfbedeckungen
Die Fichte (oder Tanne) im Rohrbacher Wappen gab es tatsächlich mal hier in der Nähe.

Die "1" ist die Kennzeichnung für den Wanderweg "Im Neuen Schlag“ lt. Herrn Döring.

In der Wanderkarte des Odenwaldclubs finde ich dort für "1" den Bismarkeichenweg, der aber einen etwas anderen Verlauf hat als der von uns begangene "Im Neuen Schlag"

Der Wanderweg im „Neuen Schlag“ führt auf den letzten Metern vor dem Sportheim entlang der Straße und wird so eng, dass es nur noch im Gänsemarsch weiter geht.

Vom Sportheim gibt es leider keine Fotos.

Die meisten Wanderer kehrten dort noch mal ein und wurden vom "Ristorante Benvenuti" verköstigt.

Freuen wir uns auf den Gernzgang am 14. Oktober 2018.

Die Skizze der Route.
Das waren ca. 6km.
zu den anderen Grenzgängen